Tipps zur Schnittstellenkoordination in der Schwarzmedienplanung

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Wortwörtlich in die Röhre gucken

Die Planung und Ausführung von Schwarzmediensystemen haben einen erheblichen Einfluss auf den Betrieb der Produktionsanlagen. Doch häufig wird bei der Planung solcher Versorgungssysteme von Pharmaanlagen die Koordination der Schnittstellen zwischen Medienerzeugern und Medienverbrauchern unterschätzt.

Bedeutung der Schwarzmedien für den Produktionsprozess

Die Bedeutung der Planung und Installation von Systemen für die Versorgung mit sogenannten Schwarzmedien, also Medien, die nicht im Produktkontakt stehen (z. B. Heizdampf, Steuerluft, Kühlmedien), wird oft verkannt. Der Grund ist, dass diese Mediensysteme nicht nach den Good-Manufacturing-Practice-Richtlinien qualifiziert, sondern „nur“ gemäß der Good Engineering Practice geplant und gebaut werden müssen. Aber die Planung und Ausführung von Schwarzmediensystemen beeinflussen den späteren Betrieb der Produktionsanlagen erheblich. Stehen beispielsweise Schwarzmedien nicht in der geforderten Menge und Qualität zur Verfügung, können Prozess- sowie Reinmedienanlagen nur bei Teillast oder überhaupt nicht betrieben werden. In vielen Fällen werden dann die geplanten Produktionskapazitäten nicht erreicht und zeitaufwendige sowie kostspielige Nachrüstungen sind erforderlich.

Schnittstellenabstimmung

Ein wichtiger Teilaspekt der Medienplanung ist die Koordination der Schnittstellen zwischen den Medienerzeugern, den Verteilsystemen und den Medienverbrauchern. Alle auftretenden Schnittstellen müssen ermittelt und sorgfältig abgestimmt werden. Zu berücksichtigen ist hier, dass die verschiedenen Gewerke bestimmte Medien selbst erzeugen (z. B. Druckluft durch Schwarzmedienplaner oder Kühlmedien durch HKLS) und diese den anderen Gewerken zur Verfügung stellen.

Im zweiten Teil des Beitrags geht es um die möglichen Schnittstellen und darum, wie diese im Fokus der Planungsleistungen stehen müssen, um einen reibungslosen Projektablauf und eine termingerechte, erfolgreiche Inbetriebnahme der geplanten Anlagen sicherzustellen.

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Mögliche Schnittstellen existieren:
•    zwischen zentralem Medienerzeuger und Schwarzmedienverteilsystem
•    zwischen Schwarzmediensystemen und Verbrauchern, wie beispielsweise Prozessanlagen, Reinmediensystemen, Logistik, Mess- und Reglungstechnik sowie der Heizung, Kühlung, Lüftung und Sanitäranlagen (HKLS), wobei sich der HKLS-Planer oft auch um die Erzeugung einzelner Medien kümmert
Die Gewerke Logistik und EMSR-Technik sind ebenfalls auf eine zuverlässige Versorgung mit Schwarzmedien angewiesen. Dabei handelt es sich vor allem um Steuerluft, aber auch technische 

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