Technical Due Diligence (TDD) in der Pharmabranche

Vor M&A ist nach M&A – mit TDD Fusions-Seifenblasen vermeiden

Die Übernahmewelle in der Pharmabranche hält an: 2017 soll das Volumen für Mergers & Acquisitions (M&A) um 14 Prozent auf 201 Milliarden US-Dollar steigen. Doch nach der Übernahme kommt es bei einigen Unternehmen zu bösen Überraschungen, weil sie Chancen und Risiken, insbesondere was die technischen Herausforderungen angehen, unterschätzt haben. Damit Fusions-Seifenblasen nicht schon zu Beginn platzen, kann eine sorgfältige Prüfung, eine Technical Due Diligence (TDD), die Risiken minimieren.

Viele Patente laufen derzeit aus, bei gleichzeitigem Anstieg der Kosten für Forschung und Entwicklung. Technisches Know-how ist ein wettbewerbsentscheidender Aktivposten in der Life-Science-Branche. Daher bieten Fusionen und die Übernahme anderer Marktteilnehmer Pharmaunternehmen die Chance, neue Patente und Marktanteile zu gewinnen. Doch werden alle Chancen und Risiken bereits im Vorfeld genau abgewogen? Die Abschätzung von Risiken, die sich nicht direkt aus den Unternehmenszahlen ableiten lassen, ist das Ziel der Due Diligence. Diese „notwendige Sorgfaltsprüfung“ prüft alle relevanten Geschäftsbereiche wie Financials, Human Resources, Vertragssituation und Marktstellung des Kaufobjektes und erbringt eine fundierte Grundlage für die Kaufentscheidung.

Technical-Due-Diligence: Aufdeckung technischer oder Compliance-Risiken

Gerade in der Life-Science-Industrie ist die Bewertung der technischen Aspekte eines Kaufobjektes für eine aussagekräftige Abschätzung unabdingbar. Oftmals sind Anlagen oder Laboratorien veraltet, Computer-Systeme überholt oder die Prozesse verlaufen suboptimal. Als exemplarisches Beispiel dient hier die Übernahme eines deutschen Unternehmens durch einen ausländischen Pharmahersteller. Das Produktportfolio war veraltet und es gab nur einige wenige Exportaktivitäten innerhalb Europas. Deshalb war es wichtig, dass der Mittelständler auf seine technischen Vermögenswerte hin überprüft wird. Die Technical Due Diligence beantwortet bei der Durchführung folgende Fragen:

  • Welche Herstellkosten sind bei unterschiedlichen Produktionsszenarien zu erwarten?
  • Welche Instandhaltungskosten sind notwendig?
  • Wie ist der technische Standard der Anlagen und welche Prozessrisiken bestehen?
  • Welche GMP-Risiken bestehen?


Hierbei sollen technische oder Compliance-Risiken hinsichtlich Umwelt-, Sicherheits- und GMP-Richtlinien aufgedeckt werden. Die technische Due Diligence erweitert die klassische Due Diligence und verknüpft die Themenbereiche miteinander. Für eine verlässliche Einschätzung wird in der Regel hier das entsprechende Know-how von externen Beratern benötigt, die über die notwendige Praxisnähe und Erfahrung verfügen. So lässt sich im Rahmen der Due Diligence eine verlässliche Bewertung abgeben. Damit keine Seifenblasen platzen sondern Ziele wie Heißluftballons nach oben steigen.

Erfahren Sie mehr über die Anwendung der fünf Phasen der Technical Due Diligence am Beispiel der Übernahme eines mittelständischen Unternehmens aus Deutschland durch einen ausländischen Pharmahersteller:

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Bildquelle: © bakhtiarzein, Fotolia   

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