Innovationen und Unternehmensperformance über Projektarbeit optimieren - Teil 1

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Innovationen sowie Performance über Projektarbeit und Green Belts optimieren

Unternehmen in der Pharmaindustrie und Medizintechnik sind abhängig von Innovationen und der Weiterentwicklung hin zu effizienteren Prozessen. Dabei spielen unter anderem Lean-SixSigma-Programme eine entscheidende Rolle. Als Black oder Green Belt sind die Mitarbeiter für eine derartige Projektarbeit ausgebildet und beherrschen die dafür nötigen Projektmanagement-Methoden. Oft mangelt es aber an Zeit und einem entsprechenden von der Unternehmensführung bereitgestellten Freiraum, um solche Programme voranzutreiben. Ein teurer Fehler, wie Studien zeigen.

Laut einer 2015 durchgeführten branchenweiten PAC-Studie scheitern Transformationsprozesse in Unternehmen vor allem am Silo- und Konkurrenzdenken der Fachbereiche (74 %) sowie am zeitintensiven Tagesgeschäft (65 %). So geraten beispielsweise in der Projektarbeit entwickelte, bereits ausgerollte Lean-SixSigma-Programme ins Stocken oder gehen in der täglichen Arbeit unter. Die Managementebene muss hier umdenken und die eigenen Green und Black Belts bei der Projektarbeit unterstützen.

Projektmanager und Kaizen1-Agenten bedeuten noch keinen ROI

Erfahrungsberichte aus der Managementberatung zeigen, dass insbesondere die Ausbildung von Anwärtern zu Green Belts teils firmenweit vorangetrieben wird. Das Ergebnis sind dann zertifizierte sowie potenziell gut geschulte Projektmanager und Kaizen-Agenten. Unternehmen investieren also viel Zeit und Geld in ihre Mitarbeiter. Leider können diese oft nicht das zurückzahlen, was als Ertrag solch einer Ausbildung erwartet wird, sprich: der Return on Investment (ROI) fällt bescheiden aus. Doch die Schuld trägt hier nie der Green Belt, sondern das Management und falsch gesetzte Prioritäten.

Tagesgeschäft als Projekt- und Innovationsbremse

Oftmals wird in der Tagesarbeit wertvolle Zeit vertan, die für die Projektumsetzung notwendig wäre. Alle zuvor investierten Mühen waren demnach umsonst und die Green-Belt-Ausbildung versandet allmählich. Verglichen mit einer Produktionsmaschine erzeugt die Anschaffung alleine noch keinen Ertrag. Die erlernten Fähigkeiten wollen genutzt werden. Einer Maschine gewährt man auch Zeit, um ein Produkt zu veredeln. Und anders als bei Kunststoff und Stahl, wird ein Green Belt mit neuen Aufgaben immer besser.

Nun, die erste Frage, die man nun Belt-Trägern stellen sollte, lautet, wie viel Zeit neben dem Tagesgeschäft überhaupt für die Projektarbeit übrig bleibt? Oft wird an dieser Stelle schnell eingeräumt, dass das Tagesgeschäft klar Vorrang hat und die angestrebte Zeit nicht zu erreichen ist.

Mehr zu Projektarbeit und zur Ausbildung von Projektmanagement-Experten im Video sowie in Teil 2:

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1 jap. Kai: „Veränderung, Wandel“; jap. Zen: „zum Besseren“; japanische Lebens- und Arbeitsphilosophie einer kontinuierlichen Verbesserung der Lebens- bzw. Arbeitsumstände

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