Activity Based Costing: Gemeinkosten verursachungsgerecht auf Produkte oder Produktionsbereiche umlegen

Kosten-Pools ordnen Gemeinkosten

Produktionsbetriebe kennen das Problem: Soll es ein neu herzustellendes Produkt geben, müssen vorab die Kosten möglichst präzise abgeschätzt werden, um kalkulieren zu können, wie sich die Produktion später rechnet. Dafür sind verschiedene Faktoren, wie z. B. Materialkosten, konkret zu beziffern. Eine große Unsicherheit besteht allerdings in den Gemeinkosten, die im Gegensatz zu den Einzelkosten produktionsübergreifend anfallen und sich schwer auf einzelne Produkte oder Linien anrechnen lassen. Um diese Kosten vorab möglichst präzise einschätzen zu können, gibt es verschiedene Ansätze: Vollkostenrechnung, Teilkostenrechnung und das sogenannte Activity Based Costing. Letzteres bietet die Möglichkeit einer detaillierten Umlage der Gesamtkosten auf einzelne Produktionsbereiche.

Diese verschiedenen Kostenrechnungsarten haben jeweils ihre Vor- und Nachteile. Bei der Vollkostenrechnung werden die Einzelkosten und Gemeinkosten vollständig berücksichtigt. Die Vollkostenrechnung muss nicht verursachungsgerecht sein. In der Teilkostenrechnung kann dem gegenüber besser abgeschätzt werden, ob Kundenaufträge und damit auch einzelne Chargen lohnenswert sind und einen Deckungsbeitrag leisten. Verschiedene Konzepte der Kostenträgerrechnung sind hierzu in der Vergangenheit entwickelt worden.  Die Gemeinkosten fallen zum Beispiel für verschiedene Produkte in stark unterschiedlichen Anteilen an. Sales, Service auch andere Verwaltungen, manchmal auch Instandhaltung, insbesondere von Immobilien und technischer Gebäudeausstattung werden auf die Produktkosten umgelegt. Wo dies als nicht verursachungsgerecht angesehen wird, kann das sogenannte Activty Based Costing eine recht genaue Antwort liefern. Einzelkosten werden dabei möglichst umfangreich aufgestellt und unterteilte Kosten-Pools für die Gemeinkosten definiert. Diese Kosten-Pools sollen verursachungsgerecht auf Produkte oder Produktionsbereiche umgelegt werden können. Zudem lassen sich anhand von Experteneinschätzungen sowie dem Einbezug historischer Daten annähernd präzise Annahmen treffen. Zahlenbasierte Kosten-Pools unterstützen die ursachengerechte Allokation von Gemeinkosten. Das ermöglicht ein Controlling der Gemeinkosten auf verschiedene verteilte Posten.

Die Vorteile und die Vorgehensweise bei der Activity Based Costing-Aufstellung:

  • Weitestgehende Einzelkostenaufstellung, sofern möglich
  • Aufteilen der Gemeinkosten in definierte Kosten-Pools
  • Verursachungsgerechte Umlage der Gemeinkosten auf Produkte und Produktionsbereiche
  • Damit werden die Selbstkosten der Produkte und deren Herstellung präzisiert
  • Das Controlling der Gemeinkosten-Pools wird verbessert
  • Die Rentabilität von zukünftigen Produkten lässt sich zuverlässiger einschätzen

Laden Sie sich hier das Info-Paper zur Activity Based Costing-Aufstellung herunter und erfahren Sie anhand eines Beispiels, wie sich Gesamtkosten sinnvoll in Kosten-Pools aufteilen lassen.

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Bildquelle: © Alexanderthegreat, Fotolia  

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